DHEA-Therapie – präventiv oder bei Mangelsituationen

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Die physische und psychische Leistungsfähigkeit, besonders mit fortschreitendem Alter, kann durch niedrigen DHEA-Spiegel erheblich beeinträchtigt werden. Darum lohnt es sich schon ab einem Alter von ca. 40 Jahren, den DHEA-Blutspiegel zu prüfen!

Hinter der Abkürzung DHEA steckt der komplizierte Fachbegriff ‚Dehydroepiandrosteron‘. Dabei handelt es sich um den Hauptvorläufer der Geschlechtshormonproduktion im menschlichen Organismus.

Im Rahmen unserer Alterung sinkt der DHEA-Spiegel kontinuierlich, und hat sich spätestens um das 50. Lebensjahr meist halbiert. Bei über 70jährigen werden meist nur noch 20% des Ausgangswertes junger Erwachsener gemessen.

In diesem Prozess spielen verschiedene Faktoren eine erhebliche Rolle, u.a.:

  • Erbanlagen (reduzierte Enzymaktivität:zum Beispiel 17ß Hydroxysteroid-Dehydrogenease)
  • Umwelteinflüsse (zum Beispiel erhöhter kontinuierlicher Stress durch den Beruf, Nachtarbeit)
  • Lebensstil (zum Beispiel Ernährung: zu viel = Übergewicht, zu spät = gestörter Biorhythmus Darm und Verdauung, zu viel Alkohol, Übergewicht).

Folgen: Die physische und psychische Leistungsfähigkeit, besonders mit fortschreitendem Alter, kann hierdurch erheblich beeinträchtigt werden.

Was sind die typischen Symptome, Beschwerden bei DHEA Mangel?

Meist werden verminderte Belastungsfähigkeit im Alltag, chronische Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Burn-out, Depressvität, trockene und fettarme Haut, verminderte Libido, Muskelschwund, vermehrte Fettbildung, Gelenksymptomatik, Immunmprobleme zum Beispiel mit vermehrten Infekten, bei Frauen auch Cellulite beschrieben.

Ich rate auf jeden Fall bei Fragen zu DHEA einen erfahrenen Arzt zu konsultieren. Dieser sollte bereits seit Jahren mit DHEA Erfahrung haben und den aktuellen Stand der Forschung kennen!

In welcher Dosierung und wann ist der Einsatz von DHEA empfehlenswert?

Für Ihr persönliches Beratungsgespräch nehme ich mir ausreichend Zeit. Die eingehende Besprechung Ihrer individuellen Vorgeschichte und der Beschwerdesymptomatik (siehe oben) erfordert meistens ein Zeitfenster von bis zu 1 Stunde. Wenn aus der Befragung entsprechende Ergebnisse vorliegen und zusätzlich ein erniedrigter DHEA-S Wert festgestellt wird, ist der Einsatz von DHEA eine passende Option.

Die Dosis richtet sich individuell nach dem gemessenen DHEA-Wert, dem Alter, auch je nach Fall nach dem Gewicht (Hintergrund DHEA und Fettgewebe). In meiner Praxis sind individuell bei Männern meist Dosierungen von 30-40mg DHEA ausreichend. Bei Frauen genügen meist Dosierungen zwischen 10-20mg ein Mal täglich morgens früh beim Aufstehen mit einem Glas Wasser eingenommen! Diese altersangepasste Substitution (und nicht Therapie!) erreicht nach 3-4 Stunden einen Peak und fällt dann über 24h kontinuierlich langsam wieder ab.

Sind IGF-1 (Somatopause – Marker) und Testosteron (Gonadopause – Marker) nur geringfügig verändert, kann mit DHEA eine gute merkbare Verbesserung der Beschwerden (siehe oben) erzielt werden.

Ist der DHEA Spiegel stark niedrig, muss auf jeden Fall auch der Cortisol Spiegel bestimmt werden, um eine Nebennierenrinden-Hormonstörung (NNR-Insuffizienz) auszuschließen. Eine weitere Abklärung ist dann erforderlich.

Die Substitution von DHEA als Präventivmittel für Gehirnaktivität, Gefäßschutz, zur Unterstützung einer gesunden Haut, zur optimalen Immunabwehr, für eine gesunde Muskulatur, u.a.

Zum vorbeugenden Einsatz von DHEA werde ich häufig konsultiert. Ich selbst nehme seit 15 Jahren DHEA ein, weil mein Spiegel mit Anfang 40 Jahren bei 30 ng/ml, also weit unter der zu erwartenden Norm lag. Ursachen hierfür konnten bisher nicht gefunden werden. Für den Befund gibt es viele mögliche Gründe, wie zum Beispiel eine genetische Cyp 17 –Cytochrom-p-450 Störung. Es lohnt also auch präventiv den DHEA Spiegel bei Menschen ab 40 Jahren zu bestimmen. Die klinische Forschung über die Funktion und den möglichen Einsatz von DHEA ist fortgeschritten. 

Sicher beweisen kann die Forschung, dass ohne DHEA die Gehirnaktivität, die Funktion der Organe wie Haut und Nebenniere (im Zusammenspiel vor allem mit Cortisol), die Muskulatur, die Endothelfunktion (Gefäßdurchblutung) sowie die Immunabwehr massiv beeinträchtigt werden.

Bei dem Gedanken an eine präventive DHEA Einnahme rate ich unbedingt zu einer individuellen, eingehenden Besprechung mit Anamnese (Erkrankungen, vor allem Familie, also Risikoprofil), Untersuchung, anschließender Beurteilung. Meist stellt sich im Rahmen der Beratung heraus, dass doch Funktionsstörungen bestehen. Hier wird dann eine Substitution mit DHEA abgewogen.

In den USA ist DHEA als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich. Doch Achtung: Dem steht gegenüber, dass sich das Nationale Gesundheitsinstitut der USA (NIH) – vor dem Hintergrund des unkontrollierten Verkaufs und der unzureichend überwachten Einnahme – für die Eingruppierung von DHEA als Arzneimittel ausgesprochen hat.

Auch ich selbst sehe nur in einem verantwortungsvollen, individualisierten dreistufigen Prozess (Anamnese/Untersuchung, u.a. Labor, Beratung mit anschließender Überwachung) die sinnvolle Option einer präventiven DHEA – Substitution.

Zusammenfassung DHEA:

Was muss ich grundsätzlich wissen, wenn ich beraten werde?

  • Das klinische Beschwerdebild eines möglichen Hormonmangels sollte durch einen ausgebildeten Arzt (bzw. eine Ärztin) erfasst und durch entsprechende Laborwerte bestätigt sein.
  • Es gibt nur eine individuelle (personalisierte) Dosierung von DHEA und keine pauschalen Standardempfehlungen.
  • Ausgleich eines Defizits durch Substitution (= Ersatz von fehlendem DHEA; und nicht durch Therapie) in physiologische Bereiche.
  • Unbedingte Berücksichtigung von Indikationen und Gegenanzeigen (zum Beispiel hormonabhängige Tumore).
  • Regelmäßige ärztliche Überwachung durch Vorstellung beim Arzt / bei der Ärztin und Laboruntersuchungen.
  • Beachtung der entsprechenden wissenschaftlichen Entwicklung von Veröffentlichungen.

Welche empfohlenen Bezugsquellen bei einer ärztlich verordneten DHEA Einnahme gibt es?

Die DHEA Rezeptierung ist eine „off lable“ Substitution (wenn keine anderen klinischen Erkrankungen DHEA Veränderungen verursachen). Das bedeutet, eine eingehende und dokumentierte ärztliche Aufklärung ist erforderlich.

Generell empfehle ich, DHEA durch erfahrene, zertifizierte Apotheken in Deutschland herstellen zu lassen. Hierdurch besteht die sichere Garantie, dass auch die verordnete Menge an DHEA in der Kapsel ist; ohne mögliche unbekannte Nebensubstanzen, die Nebenwirkungen hervorrufen (meist wird dann DHEA als Übeltäter der Nebenwirkungen bezeichnet). Preislich liegt kein großer Unterschied zu anderen Quellen vor.

Lesetipps aus meinem Blog zum Thema DHEA:

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Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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