Vitamin B12 Mangel: Richtig entdecken, richtig behandeln, Spätfolgen verhindern!

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Vitamin B12
Der Vitamin B12 Spiegel im Blutserum ist kein guter und ausreichender Marker! Leider ist die Messgenauigkeit dieser Untersuchung gering: denn hiermit wird nicht der aktive und wirksame Gehalt an Vitamin B12 gemessen. Gut 70% dieses gemessenen Wertes ist an Proteine wie Haptocorrin gebunden und unbrauchbar.

Vitamin B12 Mangel kommt immer häufiger vor!

Die Ursachen:

  • Unzureichende Aufnahme mit der Nahrung ( Vegetarier, Veganer u.a.)
  • Unzureichende Aufnahme über den Körper (Gastritis, Magen OP, Dünndarmerkrankungen, Parasiten, ältere Menschen mit zunehmender Magen-, Darmschleimhautdegeneration u.a.)
  • Zu wenig Magensäure (z.B. bei dauerhafter Säureblocker-Einnahme u.a.)
  • Mehrbedarf (z.B. Schwangerschaft)

Der Ablauf bei Vitamin B12 Mangel:

  • Zuerst entsteht eine Unterversorgung (Entleerung der Speicher vor allem in der Leber)
  • Der Speicher fast leer: beginnender Vitamin B12 Mangel direkt in den Zellen
  • Starker Mangel mit Ausbruch Krankheiten wie Anämie, Verwirrtheit, Demenz, Depression, Nervenstörungen wie „gehen auf Watte“ , Gangunsicherheit, Fallen im Dunkeln u.a.)

Der Vitamin B12 Spiegel im Blutserum ist kein guter und ausreichender Marker!
Leider ist die Messgenauigkeit dieser Untersuchung gering: denn hiermit wird nicht der aktive und wirksame Gehalt an Vitamin B12 gemessen. Gut 70% dieses gemessenen Wertes ist an Proteine wie Haptocorrin gebunden und unbrauchbar.

Das direkt an Transcobalamin II gebundene Vitamin B12 (Cobalamin) gibt erheblich bessere Auskunft über einen möglichen Vitamin B12 Mangel: es wird als Holotranscobolamin (HTc II) im Blut bestimmt. Ein Wert von > 50 pmol/l zeigt eine gute Vitamin B12 Versorgung an. Bei Werten von 35-50 pmol/l besteht ein „Graubereich“.

Hier muss als nächster Schritt Methylmalonsäure (MMS) in Blut oder Urin bestimmt werden. Die Aktivität in der Zelle kann hierdurch mitbestimmt werden. Erhöhte Werte (>300 mmol/l) deuten auf einen Mangel hin. Allerdings ist dieser Wert anfällig, zeitweise falsch positiv bei bestimmten Nierenerkrankungen (ältere Leute, Niereninsuffizienz).

Fazit bei Verdacht auf Vitamin B12-Mangel:

Eine gute Befragung (Anamnese) des Interessenten/ Patienten, eine orientierende körperliche Untersuchung sowie die Laborwerte Holotranscobolamin (HTc II), Methylmalonsäure, Blutfarbstoff Hämoglobin, Nierenwerte Kreatinin/ Harnstoff/ glomeruläre Filtrationsrate geben gute Auskunft über einen Vitamin B12 Mangel.
Hierzu nehme ich mir gerne Zeit für Sie.

Beratung in unserer Praxis in Bonn

Melden Sie sich bei uns telefonisch
(0228 – 63 49 40) für Beratung und Termine.

Außerhalb unserer Öffnungszeiten nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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