Fruktoseintoleranz – häufig unbeachtet bei Darmbeschwerden!

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Fruktoseintoleranz Fruchtsäfte
Darmbeschwerden wie Blähungen, Übelkeit, Reizdarm, Durchfälle, aber auch Abgeschlagenheit bis hin zur Depression: Fruktoseintoleranz kann die Ursache sein.

Patienten klagen immer wieder über Darmbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Luftabgang, Reizdarm, Durchfälle, aber auch Abgeschlagenheit sowie unerklärliche Stimmungsschwankungen bis zur Depression.

In solchen Fällen fahnden wir (unter anderem) nach einer Fruktose-Intoleranz.

Fruktoseintoleranz: Diagnostik in unserer Praxis:

  • Ausführliche Vorgeschichte mit Arztuntersuchung, besonders Bauch und Darm.

  • Blutabnahme (Zonulin Lebensmittelintoleranzuntersuchung IGG, IGG4, evtl.Gentest Fruktoseintoleranz, im Bedarfsfall Serotonintest).

  • Stuhluntersuchung (u.a. Alpha 1 Antitrypsin, Lactoferrin, Darmbakterienbestimmung-Flora, Pankreaselastase, Xylit-, Sorbit, Glutenantikörper u.a.).

  • Im Bedarfsfall Belastungstest mit Fruktose (Kooperationspartner).

  • Eingehende ganzheitlich umfassende Beratung Ernährung

Die exakte Einteilung für Fruktose-Unverträglichkeit bedeutet:

  1. Die familiäre, angeborene, also genetisch bedingte Fruktose-Intoleranz
  2. Die häufigere, auf Grund einer Transportstörung der Darmschranke bestehende Fruktosemalabsorption (GLUT-5 Transportstörung ( primär= angeboren, b= erworben)

Die Fruktosemalabsorption kommt bis zu 20% in der deutschen Bevölkerung vor. Häufigste Ursache (sekundäre Intoleranz) ist eine gereizte Darmoberfläche durch Entzündung ( M.Crohn, Colitis ulcerosa), Fehlbesiedelung durch Pilze, Darmbakterienfehlfunktion, Autoimmunerkrankungen, falsche Ernährung)

Die angeborenen Störungen kommen wesentlich weniger vor und sind leicht zu entdecken (Gentest, H2 – Atemtest mit oralem Fruktosetoleranztest).

Wenig bekannt ist die Entstehung von Stimmungsschwankungen und Depressionen durch eine Fruktosemalabsorption.
Die Fruktose verhindert durch biochemische Komplexbildungen im Darm die Aufnahme des in der Nahrung befindlichen Trypthophans, welches dann im Körper zum Glückshormon Serotonin umgebaut wird.

Bei Depressionen sollte also immer auch nach einer Fruktosemalabsorption gefahndet werden. Meist reicht sogar das einfache Nachfragen, ob der Patient vielleicht Rosinen oder getrocknete Früchte verträgt (sehr hoher Fruktose-Gehalt).

Fazit:

kommen bei allen Voruntersuchungen des Darmes keine Ergebnisse bei Darmstörungen wie Blähungen und Krämpfen heraus: an die Diagnose der Fruktose-Intoleranz denken.

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Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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