Hämorrhoiden – häufige Ursache für Blut im Stuhl

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Hämmorhoiden
Hämorrhoiden sind in Deutschland weit verbreitet, und die häufigste Ursache einer sichtbaren Analblutung. Eine Abklärung ist wichtig, vor allem um andere Ursachen auszuschließen!

Hämorrhoiden sind Schwellkörper aus einem Geflecht von Arterien und Venen am unteren Ende des Mastdarmes.

Gemeinsam mit den Schließmuskeln dichten die Hämorrhoiden den Darmausgang ab. Hämorrhoiden haben also eine wichtige Funktion und jeder Mensch besitzt physiologisch Hämorrhoiden.

Vergrößern sich Hämorrhoiden (häufig starkes Pressen beim Stuhlgang, Übergewicht, Verstopfungsleiden, hormonelle Einflüsse, Schwangerschaft,  u.a.) und sinken nach unten ab, dann entsteht ein Hämorrhoidalleiden, häufig mit Analbluten verbunden (das Gefäßgeflecht platzt). Nicht selten wird auch über unklares Jucken (Pruritus) oder Druckgefühl im Analbereich geklagt.

Hämorrhoiden sind in Deutschland weit verbreitet (mindestens 1.000 Arztbesuche auf 100.000 Menschen. Bruch et. al, der Chirurg, 2001). Betroffen sind meist Personen ab 40 Jahre. Dennoch kommen Hämorrhoiden sogar zunehmend häufiger in jungen Jahren vor. Hämorrhoiden sind die häufigste Ursache einer sichtbaren Analblutung mit hellrotem Blut auf dem Stuhl aufgelagert. Eine Abklärung sollte immer durchgeführt werden, um andere Ursachen (entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn, Colitis ulcerosa, bakterielle oder virale Erreger, Tumor u.a.) auszuschließen!

Abklärung in meiner Praxis – der Ablauf:

  • Die Anamnese (Vorgeschichte):  Beschwerdebild, Medikamenteneinnahme (Blutverdünner wie Aspirin, ggf. Schmerzmittel u.a.), Familiengeschichte (Darmerkrankungen u.a.)
  • Ärztliche Untersuchung einschl. Analinspektion
  • Wenn erforderlich Blutuntersuchung (Entzündung u.a.)
  • Wenn erforderlich Proktoskopie, Rektoskopie (Enddarmuntersuchung mit Ausschl. andere Ursache)
  • Stuhluntersuchung (z.B. Calprotectin, Blut im Stuhl u.a.)
  • Wenn erforderlich: Dickdarmspiegelung (Koloskopie), Magenspiegelung (Gastroskopie)

Hämorrhoiden – die Therapie:

  • Entsprechende Reiz-Entzündungshemmende  Suppositorien (Zäpfchen) und Salben aus zum Beispiel Hamamelis Naturextrakt
  • Begleitende Maßnahmen wie Analreinigungsmaßnahmen (Juckreizlinderung), sanfte Analdehnung (Entlastung der reaktiv verkrampften Schließmuskulatur), Ernährungsumstellung u.a.
  • Wenn erforderlich: Schmerzfreie Verödung der Hämorrhoiden (der Bereich der Hämorrhoiden ist nicht Schmerzfasern unterworfen), Gummibandligatur
  • Nur in besonderen Fällen kommt eine Operation in Frage


Wichtig ist immer eine gründliche Untersuchung und ausführliche Beratung. Die Mitarbeit des Patienten ist sehr wichtig; meist ist dann auch ein langfristiger Erfolg möglich. Die nötige Zeit nehme ich mir für Sie in meiner Privatpraxis.

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Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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