Risikofaktor erhöhte Fette im Blut: Wann schaden sie?

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Blutbahn
Welche Laborwerte müssen bestimmt werden, um herauszufinden, wann eine erhöhte Fette den Körper schaden?

Fette sind lebenswichtige Bausteine für unseren Körper. Das geht schnell und einfach. 

Ein Vorgespräch mit dem Arzt ist sinnvoll (Familiengeschichte bei erblichen Fettstoffwechselstörungen, Ernährung, Schilddrüsenunterfunktion u.a.).

Die Arztuntersuchung mit Ultraschalluntersuchung (Halsschlagader, Bauchschlagader), Arteriographie (neuartige schmerzfreie Elastizitäts- und Druckmessung der Bauchschlag- ader) helfen, je nach Ergebnis von Labor und Vorgeschichte, sehr gut weiter.

Fette sind wichtig als Energiespeicher des menschlichen Körpers.

Bestimmte Fette, wie Omega-Fettsäuren, sind wichtig für funktionsfähige Zellmembranen, für die Leistungsfähigkeit unserer Gehirnzellen. Fette (Cholesterin) bilden das Grundgerüst vieler unserer Hormone.

Die aufgenommenen Fette werden über das Blut in die Speicher (zum Beispiel Leber) transportiert. Da Fette nicht wasserlöslich sind, müssen sie an bestimmte Eiweiße gebunden werden: diese „Lipoproteine“ (zum Beispiel HDL, LDL, LPA, können dann optimal in die Zielorgane abtransportiert werden.  Genetische, also veranlagte Fehlsteuerungen, zu viel Aufnahme von Fett über die Nahrung, aber auch Hormonstörungen (nicht erkannte Unterfunktion der Schilddrüse) u. a. können zu „Entgleisungen“ (Fettstoffwechselstörungen) führen:

Fettstoffwechsel-Bestimmungen im Blut (nüchtern!) richtig bestimmt:

  • am Abend vorher ab 19.00 Uhr nichts mehr essen
  • kein Alkohol am Vortag der Untersuchung
  • möglichst keine Blutabnahme am Montag, da man sich am Wochenende meist anders ernährt, als während der Woche (Verfälschung der Werte möglich)
  • Keine Medikamente vorher einnehmen (auch nicht am Vortag), die Fette senken können; es sei denn, es wird eine Blutkontrolle unter Fettsenkerbehandlung vorgenommen

Eine besonders wichtige Lipoprotein – Abteilung in unserem Körper sind:

  • High-density-Liporoteine (HDL): „gutes“ Cholesterin
  • Low-density-Lipoproteine (LDL): „böses“ Cholesterin

Wenn der Gehalt an LDL-Cholesterin im Blut zu hoch ist, kommt es zu Ablagerungen an den Gefäßwänden. Die Blutgefäße werden enger und das Blut kann nur noch erschwert fließen. Durch die Ablagerungen werden die Gefäße auf Dauer geschädigt.

Somit ist die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose). HDL-Cholesterin hingegen wirkt den Ablagerungen entgegen und übernimmt somit eine Schutzfunktion für Gefäße und Organe.

Sinnvolle Bestimmungen des Fettstoffwechsels im Blut:

  • Lipoproteine
  • LDL, HDL, Cholesterin,
  • oxidiertes LDL (bessere Aussage LDL),
  • Apolipoproteine,
  • Fettsäureprofil (Verhältnis Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren; wichtig um auch geneteische Störung zu entdecken),
  • Lipoprotein A,
  • Lipoprotein asssozierte Phospolipase A2 (neuer Risikofaktor Herz-, Kreislauf),
  • Triglyceride
  • Entzündungsfaktoren hs-CRP, Interleukin 6, TNF-Alpha, Interleukin 8.
  • Schilddrüsenbestimmung TSH basal, Autoantikörper Schilddrüse
  • Inwieweit weitere Laborwerte erforderlich sind, um den Einfluß von Fetten im Körper ( zum Beispiel Leber-, Gallenwerte) zu überprüfen, bleibt dem Einzelfall vorbehalten.

Siehe hierzu auch meinen Fettstoffwechsel Check-Up

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Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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