Das Hormon DHEA – zu Unrecht ein Stiefkind der Medizin-Forschung

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Hormone Moleküle
DHEA ist der Gegenspieler des Stresshormons Cortison und hält dieses in Schach. Und es ist das wichtige Vorläuferhormon von Testosteron und Östradiol, den Geschlechtshormonen. Diese nehmen in Menopause (Frauen) und Adrenopause (Männer) altersbedingt im Laufe des Lebens ab.

DHEA wird selten beachtet in der medizinischen Sprechstunde. Besonders bei routinemäßigen Hormonuntersuchungen oder Check-up fehlt DHEA.

DHEA hat zunehmend Bedeutung in unserer stressreichen Lebensumgebung. Es ist der Gegenspieler des Stresshormons Cortison und hält dieses in Schach. Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist das wichtige Vorläuferhormon von Testosteron und Östradiol, den Geschlechtshormonen. Diese nehmen in Menopause (Frauen) und Adrenopause (Männer) altersbedingt im Laufe des Lebens ab.

Bei regelmäßiger täglicher Einnahme von DHEA werden Testosteron und Östradiol getriggert, das heißt zu geringfügiger Mehrproduktion angeregt.

DHEA steuert viele Gehirnunktionen, beeinflusst die Stimmung, fördert die Muskulatur, beeinflusst andere Hormone wie Insulin (Zuckerstoffwechsel), senkt im Fettstoffwechsel das LDL, fördert die Knochen, steuert die Stress-, Immunregulation, beeinflusst das Haarwachstum.

Nach der Menopause sinkt der DHEA-Wert drastisch

DHEA wird in der Nebenniere, aber auch in den Gonaden gebildet. Besonders bei Frauen in der Menopause, wenn die Eierstöcke keine ausreichenden Hormone mehr produzieren können, fallen auch die DHEA-Werte deutlich. Größer 60 Jahre liegt der DHEA Wert im Blut bei nur noch 10-20% des Höchstwertes im Vergleich zum 25. Lebensjahr. Die Frage nach einer sinnvollen, dauerhaften Unterstützung des gefallenen Wertes, zum Beispiel eine Kapsel täglich, wird häufig gestellt.

Symptome eines DHEA Mangels können sein: Antriebslosigkeit und Müdigkeit, Stimmungsschwankungen (meist auch im Rahmen einer altersbedingten Hormonumstellung von Mann und Frau), Knochen-, Muskelschwund, Blutfettwert-Erhöhung, Schlafstörungen, Sexualitäts-, Libido Störungen, trockene Haut. DHEA beeinflußt auch wichtige Enzyme im Körper:
zum Beispiel die NADH-Reduktase: diese wird durch DHEA in ihrer Aktivität reduziert: Elektronen im Körper fließen langsamer: der Körper kann Energie sparender laufen. Es entstehen weniger freie Radikale.

Das Interesse an DHEA in der Medizin ist leider stark beschränkt.

Vor allem weil die Herstellung nicht viel kostet. Die FDA (Food Drug Administration) in den USA hat schon seit Jahren den Verkauf von DHEA ohne Rezept erlaubt. Gynodian, ein Hormon Kombipräparat (DHEA und Östradiol) gibt es allerdings für prä- und postemenopausale Frauen seit mehr als 20 Jahren im deutschen Handel als Monatsspritze!

Die längsten Studien über DHEA reichen aktuell maximal über einen Zeitraum von drei Jahren. Längere Studien kosten viel Geld, sind aber auch schwierig zu gestalten mit entsprechenden Endpunkt Zielen.

Ich selbst nehme seit jetzt 22 Jahren DHEA jeden Tag, weil ich dieses Hormon nur unzureichend bilden kann wegen einer Enzymstörung. Ich habe durch diese Erkenntnis natürlich viele Patienten untersucht und erstaunlich viele Menschen mit einer unzureichenenden Produktion von DHEA (genetische Enzymstörung) detektiert. Durch eine verantwortungsvolle eingehende Beratung und individueller Substitution (nicht Therapie) kann über Jahre ein sehr guter Effekt erzielt werden!

Dr. Strauven Hormon Check:
https://strauven.de/behandeln/hormone/wechseljahre-beschwerden-bei-maennern-und-frauen/

Dr. Strauven ganzheitlicher Check:
https://privatpraxis-bonn.de/ganzheitlicher-check-up

Literatur:

  • www.alexanderroemmler.com Mein Lehrer: auf dieser Homepage PDF-Reviews zu den aktuellen
    Hormonen wie DHEA, Progesteron, Östradiol, Testosteron u.a
  • “Effect of 1year low-dose DHEA therapy on climacteric symptoms and female sexuality”: Genazzini et al., Climacteric, 2011,14, 661-668
  • “Off label use of hormones as an antiaging strategy: a review”: Samaras et al.: Clinical interventions in Aging 2014, 1175-1186
  • “DHEA combined with exercise improves muscle strength and physical function in frail older woman”: Kenny et al., J. Am. Geriatr. Soc. 2010, 58, 1707
  • “The effects of dehydroepiandrosterone on sexual function: a systematic review”: Peixoto et al., Climacteric. 2017 Jan 24:1-12

Beratung in unserer Praxis in Bonn

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Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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