Schilddrüsenerkrankung – Morbus Hashimoto

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Schilddrüse
Bei der bis zu 6% in der Bevölkerung auftretenden „Hashimoto-Erkrankung der Schilddrüse" wendet sich der Körper gegen eigenes Körpergewebe. Dies geschieht in den meisten Fällen eher unerkannt, schleichend, über einen langen Zeitraum.

Bei Struma lymphomatosa Hashimoto, benannt nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto, der diese Erkrankung 1912 als Erster beschrieb, wendet sich der Körper gegen eigenes Körpergewebe (Autoimmunerkrankung).

Es entsteht eine Entzündung, die mehr oder weniger das Schilddrüsengewebe zerstören kann. Dies geschieht in den meisten Fällen eher unerkannt, schleichend, über einen langen Zeitraum. Fehlgeleitete T-Lymphocyten, Abkömmlinge aus der weißen Blutbildreihe, sorgen im Rahmen einer fortgeleiteten Entzündung für die Zerstörung von Gewebe.

Es werden zwei typische Verlaufsformen unterschieden: die eine Form dieser Entzündung führt zu einer Vergrößerung (Typ 1A und 2A), die andere Form zu einer Verkleinerung ( Typ 1B, 2B) der Schilddrüse. Im weiteren Verlauf entsteht eine Unterfunktion der Schilddrüse (Gewebsuntergang). Gehäuft tritt diese Autoimmunerkrankung in Verbindung mit Diabetes mellitus, Zöliakie (Klebereiweiß-Unverträglichkeit), Vitiligo (‘weiße Hautfleckenerkrankung’), Hypoparathyroidismus (Nebenschilddrüsenschwäche) auf.

Die Beschwerden sind mannigfaltig: häufig Antriebsprobleme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Magenprobleme, Darmprobleme, Kreislaufbeschwerden, Haarausfall, Gewichtszunahme.

Hier in unserer Praxis hilft uns sehr der hochauflösende Ultraschall mit dem MyLab 60 Gerät von ESAOTE ( typisches Gewebemuster: inhomogen, echoarm), vor allem dann, wenn möglicherweise die Antikörper gegen eigenes Schilddrüsengewebe noch nicht ausgeprägt sind. Eine Verdachtsdiagnose kann dann gestellt und der weitere Verlauf gut beobachtet werden.

Der typische Ablauf in der Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen

Die ärztliche Untersuchung des Halses, Labordiagnostik (TSH, FT3, FT4, die Antikörper gegen eigenes Schilddrüsengewebe, Entzündungsmarker, wie zum Beispiel das hs-CRP), sowie der Ultraschall führen meist zu einem Ergebnis. Allerdings ist in einigen Fällen, besonders anfangs, die Diagnosestellung schwierig. Aber der weitere Verlauf unter Beobachtung von Ultraschall und Labor führt auch dann zu einem Ergebnis.

In Abstimmung mit unserem Partner (Nuklearmedizin: Prof. Dr. med. Palmedo, Bonn) wird anfangs entweder nur beobachtet, später medikamentös mit zum Beispiel L-Thyroxin u.a. unterstützend mit  Selen Zink behandelt.

Hier in unserer Praxis erfolgen dann die Kontrolluntersuchungen. Bei größeren Problemen schalten wir wieder unseren Partner ein.

Die Hashimoto-Schilddrüsenerkrankung kann auch bereits bei Jugendlichen auftreten. Deshalb ist nicht nur eine Bestimmung von Schilddrüsenwerten (die anfangs völlig normal sein können), sondern gerade mit einem hochauflösendem Ultraschallgerät eine sinnvolle zusätzliche Maßnahme!

Unser Schilddrüsen Check-up:

  • Arztbesprechung und Untersuchung
  • Ultraschalluntersuchung mit besonders hoch auflösendem Ultraschallgerät
  • Laboruntersuchung Schilddrüse mit Autoantikörpern + Entzündungsmarker im Körper
  • Abschlussbesprechung nach Laborergebnis (mit Ablaufplanung, Recall bei positivem Befund)
  • Weitere Infos im Artikel: “Der Schilddrüsen-Check-up”

Literatur:

  • P.-M. Schumm – Draeger: „Schilddrüsendiagnostik und Ttherapie“. Bayerisches Ärzteblatt,  4-2005;
  • Terry F. Davies: “Ord – Hashimoto’s Disease:Renaming a Common Disorder – Again”; Thyroid 13 (4) 317, 2003;

Beratung in unserer Praxis in Bonn

Melden Sie sich bei uns telefonisch
(0228 – 63 49 40) für Beratung und Termine.

Außerhalb unserer Öffnungszeiten nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Ihr Dr. med. Peter Strauven, 
Master of Science in Preventive Medicine

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